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Maria Yudina - Info & News

Marija Wenijaminowna Judina (; * in Newel, Russisches Reich; † 19./20. November 1970 in Moskau) war eine russische Pianistin und Klavierpädagogin. Sie gilt als bedeutende Vertreterin der russischen Klavierschule in der Tradition Anton Rubinsteins.
Judina, die trotz intensiver Kontakte zu Musikern wie Otto Klemperer und Paul Hindemith im Westen kaum bekannt wurde, trat nach einem Studium auf dem Sankt Petersburger Konservatorium (u.a. bei Maximilian Steinberg und Felix Blumenfeld, der auch Horowitz unterrichtete) 1913 erstmals öffentlich in Russland auf. 1930 intensivierte sie ihre Konzerttätigkeit in der Sowjetunion und wurde im Folgenden durch ihre kraftvoll-energischen Darbietungen der Klaviermusik von Johann Sebastian Bach und Ludwig von Beethoven bekannt, ebenso wie für ihre Interpretationen moderner Komponisten wie Schostakowitsch, für den sie sich im Jahre 1948 auch persönlich einsetzte, Strawinsky, Arthur Honegger oder Bohuslav Martinů.
Nach ihrem Übertritt zur russisch-orthodoxen Kirche im Jahre 1919 engagierte sich die aus einer jüdischen Familie stammende Yudina zunehmend für karitative und humanistische Zwecke. Persönlich asketisch lebend – sie teilte sich eine Kellerwohnung mit ihrem Bruder – spendete sie ihre Auftrittsgagen der Kirche und sorgte für eine erste private Lesung von Boris Pasternaks „Doktor Schiwago“, was sie in Konflikt mit der offiziellen sowjetischen Kulturpolitik brachte. In den Zwanziger-Jahren war sie mit dem Bachtin-Kreis im damaligen Leningrad um Michail Michailowitsch Bachtin in Kontakt. Von 1932 bis 1933 unterrichtete sie am Konservatorium in Tiflis und wurde im Jahr 1936, auf Vorschlag von Heinrich Neuhaus, an die Klavierklasse des Moskauer Konservatoriums berufen, wo sie bis 1951 unterrichtete.
Ihr unerschrockenes Auftreten gegenüber den Mächtigen brachte die eigentlich unpolitische Künstlerin häufig in Schwierigkeiten. Kolportiert wird ihre Ankündigung gegenüber dem Atheisten Stalin, sie werde für seine Seele beten – neben dem Sterbebett des Diktators soll die Aufnahme Judinas von Mozarts A-Dur Klavierkonzert KV 488 gelegen haben, die er selbst nach dem Hören einer Rundfunkübertragung veranlasst hatte.
Der Artikel über Maria Yudina basiert auf dem Artikel Maria Yudina aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 
 
 
 
 

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